Liveticker Ukraine-Krieg: Militärisch genutzte Hafeninfrastruktur im Gebiet Odessa getroffen

23.10.2026 09:59 Uhr
09:59 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht über 400 ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Freitag haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtet, dass die Luftabwehr insgesamt 443 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen habe.
Die gegnerischen Drohnen wurden demnach über den Gebieten Smolensk, Nischni Nowgorod, Belgorod, Brjansk, Kursk, Kaluga, Tula, Orjol, Lipezk, Tambow, Woronesch, Rjasan, Wladimir, Rostow, Wolgograd, den Regionen Perm, Krasnodar und Moskau, den Teilrepubliken Tatarstan, Udmurtien und Krim sowie den Gewässern des Schwarzen und Asowschen Meeres zerstört.
09:27 Uhr
The Economist enthüllt US-Vorschläge zur Beilegung des Ukraine-Konflikts
Die US-Vorschläge zur Lösung des Konflikts in der Ukraine könnten die Schaffung einer entmilitarisierten Zone im Donbass, eine Lockerung der Sanktionen gegen Moskau sowie Investitionsunterstützung für Kiew umfassen. Dies berichtet The Economist unter Berufung auf ukrainische Beamte.
Wie es heißt, könnten Russland wirtschaftliche Vereinbarungen mit Washington, eine Lockerung der Sanktionen sowie eine Normalisierung der politischen Beziehungen angeboten werden.
Kiew könnte auf Investitionen sowie die Aussicht auf einen EU-Beitritt hoffen – im Gegenzug für den Verzicht auf eine NATO-Mitgliedschaft.
Ein weiterer Anreiz für Russland könnte die Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen nach Europa sowie die Wiederinbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream sein, schreibt The Economist.
08:50 Uhr
Moskau und Region wehren Drohnenangriff ab
In der Nacht seien 155 unbemannte Flugzeuge in Richtung Moskau und in die Region um die Hauptstadt geflogen, erklärt Bürgermeister Sergei Sobjanin. Die Flugabwehr habe den Großteil der Flugziele auf großer Entfernung abgeschossen. Dabei seien fünf Drohnen im Anflug auf Moskau zerstört worden.
08:14 Uhr
Militärisch genutzte Hafeninfrastruktur im Gebiet Odessa getroffen
In der vergangenen Nacht habe das russische Militär seine Schläge mittels Drohnen gegen Objekte der Eisenbahninfrastruktur sowie auf ukrainische Häfen und Seeschiffe geführt, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte eingesetzt werden. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Moskau am Morgen mit.
Der Militärbehörde zufolge wurden getroffen:
Im Gebiet Poltawa:
- das Waggondepot Poltawa, dessen Gelände von den ukrainischen Streitkräften zur Lagerung und Instandsetzung von Militärtechnik genutzt wird.
Im Hafen von Wilkowo (Gebiet Odessa):
- zwei vorübergehende Stützpunkte für Bediener unbemannter Überwasserfahrzeuge, ein Liegeplatz sowie ein Lager für unbemannte Boote,
- die Hafeninfrastruktur, die für die Lagerung sowie die Vorbereitung der unbemannten Überwasserdrohnen für den Einsatz genutzt wurde.
Darüber hinaus habe die russische Armee auf See ein Frachtschiff getroffen, das militärische Güter zur Versorgung der ukrainischen Streitkräfte in den Hafen von Odessa transportierte.
07:31 Uhr
Truppenverband Nord neutralisiert 95 ukrainische Kämpfer
Die Einheiten des russischen Truppenverbands Nord hätten in der vergangenen Nacht 95 ukrainische Soldaten in den Gebieten Charkow und Sumy neutralisiert. Dies teilt die Pressestelle des Truppenverbands gegenüber TASS mit.
Durch den Einsatz von Artillerie und Mehrfachraketenwerfern seien dabei eine Haubitze vom Typ D-20, ein Munitionslager, ein Stützpunkt, 16 Drohnenleitstellen, 26 Geländefahrzeuge sowie ein bodengestütztes Robotersystem der ukrainischen Streitkräfte zerstört worden.
Zudem hätten die Luftabwehrkräfte des Verbands in der Nacht insgesamt 225 gegnerische Drohnen abgeschossen, die in Richtung der russischen Grenzregionen geflogen waren.
22.10.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:57 Uhr
Artillerie nimmt Stützpunkte ukrainischer Einheiten im Raum Saporoschje auseinander (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Artilleriesoldaten des Truppenverbands Ost im Gebiet Saporoschje im Einsatz. Wie es heißt, zerstören sie gegnerische Stützpunkte mit Selbstfahrlafetten vom Typ Giazint-S.
21:48 Uhr
Putin: Es ist unmöglich, Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen
Russlands Präsident Wladimir Putin bestätigt in einem Gespräch mit dem Journalisten Pawel Sarubin, Moskau sei zu Gesprächen mit Washington und Kiew bereit. Ziel der Verhandlungen werde sein, einen dauerhaften Frieden zu erzielen, die Sicherheit Russlands zu gewährleisten und ein Friedensabkommen abzuschließen.
"Und zwar in einer endgültigen Fassung – nicht etwa als Ergebnis einer Einstellung der Kampfhandlungen für einen kurzen Zeitraum", betont Putin.
Weitere Aussagen des russischen Staatschefs lauten wie folgt:
- Für alle ist offensichtlich geworden, dass es unmöglich ist, Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen.
- Russland wird seine Aufgaben lösen – alle Ziele der militärischen Spezialoperation werden erreicht werden.
- Für Kiew ist es unangemessen, von territorialen Verlusten zu sprechen. Die von der Ukraine verlorenen Landesteile sind nicht "ihr Territorium". Es handelt sich um die Gebiete, die historisch gesehen zu Russland gehören.
- Der Donbass ist aus historischer Sicht russisches Territorium, und seine Bewohner stimmten für die Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation.
- Russland ist auch jetzt bereit, mit der Ukraine zu verhandeln.
- Jüngste genetische Untersuchungen zeigen, dass Russen und Ukrainer ein Volk sind.
21:42 Uhr
Russischer Vizeaußenminister: Europa fürchtet Annäherung zwischen Russland und den USA
Die Aussicht auf eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Moskau und Washington stellt eine "schreckliche Bedrohung" für Europa dar. Dies erklärt der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko im Gespräch mit der russischsprachigen RT-Redaktion.
"Und dort herrscht tatsächlich Panik wegen dieser Angelegenheit", meint Gruschko.
Die europäischen Führungspolitiker müssen laut dem Diplomaten verstehen, dass die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die EU zu einem der Zentren in einer multipolaren Welt werden könne, ein normales sicherheitspolitisches Umfeld sei.
21:16 Uhr
Poljanski: Russland erhält Hinweise auf Kriegsvorbereitungen in Europa
Moskau erhält immer mehr Belege dafür, dass die Vorbereitungen Europas auf einen Krieg gegen Russland auf systemischer Ebene stattfinden. Dies erklärt der Ständige Vertreter Russlands bei der OSZE Dmitri Poljanski auf einer Sitzung am Donnerstag.
Die Ergebnisse des in der vergangenen Woche abgehaltenen EU-Gipfels zeugten von einer bewussten Haltung Brüssels, den Ukraine-Konflikt weiter in die Länge zu ziehen, meint Poljanski. Zu den wichtigsten Entscheidungen der Teilnehmer gehöre die Finanzierung des Krieges.
Anstatt einen Dialog mit Moskau über die Sicherheitsarchitektur zu führen, seien die EU-Länder lediglich bereit, untereinander neue Sanktionen gegen Russland zu vereinbaren, fügt der Diplomat hinzu.
Und weiter:
"Der Ball liegt bei Kiew und seinen europäischen Sponsoren. Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, ob sie zu Verhandlungen auf der Grundlage realistischer Positionen bereit sind, mit dem Ziel, die Krise langfristig und dauerhaft beizulegen, oder ob sie zu nichts Anderem fähig sind, als die Friedensinitiativen anderer zu sabotieren."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.