Liveticker Ukraine-Krieg – Kreml: Dreiergespräche werden im November in Abu Dhabi stattfinden

23.10.2026 14:56 Uhr
14:56 Uhr
Flugbetrieb an Moskauer Flughäfen vorübergehend eingestellt
An den Moskauer Flughäfen Wnukowo, Domodedowo, Schukowski und Scheremetjewo seien vorübergehende Einschränkungen eingeführt worden, berichtet die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija auf Max. Die Maßnahmen seien notwendig, um die Flugsicherheit zu gewährleisten.
"Es wurden vorübergehende Einschränkungen für die An- und Abflüge von Flugzeugen verhängt."
Der Betrieb der Zivilluftfahrt in der Region Moskau unterliege einer besonderen Überwachung durch das Verkehrsministerium und Rosawiazija, so die Luftfahrtbehörde.
In Scheremetjewo sei Luftalarm wegen Drohnengefahr ausgerufen worden, wie der Flughafen mitteilt. Die Evakuierung der Passagiere dauere an, hieß es.
14:33 Uhr
Russische Armee befreit binnen einer Woche zehn Ortschaften
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau habe das russische Militär im Laufe der Woche insgesamt elf Ortschaften befreit:
- Aleksejewo-Druschkowka, Dobropolje, Perwomaiskoje und Sergejewka in der Volksrepublik Donezk,
- Omelnik, Timoschewka, Tscherwonyj Jar, Mirowka, Malokaterinowka und Juljewka im Gebiet Saporoschje.
Zudem habe die russische Armee drei Siedlungen unter ihre Kontrolle gebracht:
- Palamarewka und Kowalewka im Gebiet Charkow,
- Welikomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk.
14:00 Uhr
Kiew: Dänemark hat mehr als 50.000 Einheiten Munition für F-16 geliefert
Dänemark hat "im Eilverfahren" mehr als 50.000 Schuss 20-mm-Munition für F-16-Kampfflugzeuge an Kiew geliefert. Dies teilt das ukrainische Verteidigungsministerium auf Telegram mit.
"Ukrainische Piloten setzen diese Munition bereits ein, um Jet-Drohnen abzufangen."
Die Behörde bezeichnet die F-16-Jets als "eines der wirksamsten Mittel" zur Bekämpfung von Drohnen dieser Art.
Weitere Einzelheiten zur Lieferung gab die Militärbehörde in Kiew nicht bekannt.
13:28 Uhr
Moskau und Kiew tauschen jeweils 270 Kriegsgefangene aus
Am Freitag hat Russland 270 russische Militärangehörige aus dem von Kiew kontrollierten Gebiet zurückgeholt. Im Gegenzug hat Moskau der ukrainischen Seite 270 gefangene Kämpfer übergeben. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit.
Die russischen Soldaten befinden sich derzeit in Weißrussland, wo sie medizinisch versorgt werden. Außerdem erhalten sie psychologische Hilfe. Die russische Menschenrechtsbeauftragte, Jana Lantratowa, ist auch vor Ort. Die Militärangehörigen werden demnächst zur weiteren Behandlung und Rehabilitation in medizinische Einrichtungen des russischen Verteidigungsministeriums gebracht.
Wie die Nachrichtenagentur BELTA berichtet, hat der Austausch am Grenzübergang Nowaja Guta stattgefunden.
12:56 Uhr
Costa: Geheimkanal der EU zum Kreml bleibt für Ukraine-Gespräche offen
Ein inoffizieller diplomatischer Kommunikationskanal zwischen dem Europäischen Rat und dem Kreml bleibe für die Beilegung des Konflikts in der Ukraine offen. Dies erklärte der Präsident des EU-Rates, António Costa, in einem Interview mit Rapporteur.
"Der Kanal ist offen. Russland weiß: Wenn sie tatsächlich darüber sprechen wollen, wie ein Waffenstillstand erreicht, die Zivilbevölkerung geschützt und Energieanlagen gesichert werden können, dann können sie das tun."
Costa hat die Berichte kommentiert, wonach die EU einen Gesandten für die Teilnahme an Friedensverhandlungen ernennen könnte. Eine europäische Vertretung hänge "von der Art der Gespräche" ab, betonte er.
"Bei bestimmten Arten von Gesprächen können wir einen Sondergesandten einsetzen. Wir können auch diplomatische oder politische Kanäle nutzen."
Costa fügte hinzu, dass die EU nicht die Absicht habe, die Friedensbemühungen von US-Präsident Donald Trump zu "stören" oder mit ihnen zu "konkurrieren".
12:25 Uhr
Kreml: Dreiergespräche werden im November in Abu Dhabi stattfinden

Juri Kotschetkow / Sputnik Die Gespräche in Abu Dhabi, bei denen Fragen der Sicherheit Russlands und der Ukraine erörtert werden sollen, finden in der ersten Novemberhälfte im trilateralen Format statt. Dies teilt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bei einem täglichen Briefing mit.
"Tatsächlich hat der Präsident das Thema der Verhandlungen umrissen – es geht um Sicherheitsfragen für beide Länder: für Russland und die Ukraine, sobald eine friedliche Lösung erreicht ist. Dies ist einer der sehr wichtigen Bestandteile – die Erreichung einer friedlichen Beilegung. Ohne diesen Bestandteil ist eine umfassende Lösung nicht möglich."
Bezüglich einer möglichen Beteiligung europäischer Vertreter merkte Peskow an, dass man in Zukunft nichts ausschließen könne. Derzeit gehe es jedoch um trilaterale Verhandlungen.
11:59 Uhr
Gebiet Nischni Nowgorod: Zivilisten durch herabfallende Drohnenteile verletzt
In der Nacht und am Morgen hätten die Luftverteidigungskräfte einen Angriff von 19 ukrainischen Drohnen auf das Gebiet Nischni Nowgorod abgewehrt. Dies teilt Gleb Nikitin, der Gouverneur der Region, mit.
Nach vorläufigen Angaben hätten drei Zivilisten durch herabfallende Trümmerteile Verletzungen erlitten. Sie seien in ein Krankenhaus eingeliefert worden.
Die Zerstörungen hätten mehrere Wohnhäuser sowie eine Bildungs- und eine Infrastruktureinrichtung im Bezirk Gorodez betroffen, so Nikitin. Daher hätten die Behörden beschlossen, die Schulen in diesem Bezirk auf Fernunterricht umzustellen.
11:24 Uhr
Gouverneur: Mehr als 80 Geschosse auf Gebiet Kursk abgefeuert
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Gebiets Kursk, habe der Gegner binnen 24 Stunden 85 Geschosse auf die Region abgefeuert. Die Luftabwehrkräfte hätten 202 ukrainische Drohnen unterschiedlicher Typen eliminiert. Zehnmal hätten die Drohnen das Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen, heißt es.
Chinstein meldet zwei Verletzte. Zu Schaden seien ein Privathaus, sechs Autos, ein Lkw und zwei Garagen gekommen.
11:00 Uhr
Medien: Moskau und Kiew werden heute Kriegsgefangene austauschen
Wie die Nachrichtenagentur BELTA berichtet, planen Russland und die Ukraine, heute einen Austausch von Kriegsgefangenen durchzuführen. Der Austausch wird in der weißrussischen Grenzstadt Gomel stattfinden. Zudem sollen Zivilisten in ihre Heimat zurückkehren.
Die Agentur meldet, dass Russlands Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa und ihr ukrainischer Amtskollege Dmitri Lubinez heute Morgen am Grenzübergang Nowaja Guta zusammengetroffen sind.
10:28 Uhr
Gebiet Belgorod: Binnen 24 Stunden ein Toter und acht Verletzte
Nach Angaben des Gouverneurs des Gebietes Belgorod, Alexander Schuwajew, ist ein Mann infolge ukrainischer Angriffe ums Leben gekommen. Acht weitere Personen seien verletzt worden. Vier der Verwundeten befinden sich in stationärer Behandlung.
Insgesamt seien 14 Bezirke angegriffen worden, so Schuwajew weiter. Die ukrainischen Streitkräfte hätten das Gebiet zehnmal mit Artillerie und Mehrfachraketenwerfern beschossen. Zudem habe der Gegner 25 Mal Sprengsätze mittels Drohnen abgeworfen.
In den vergangenen 24 Stunden habe die Luftabwehr insgesamt 146 Drohnen abgeschossen, fügt Schuwajew hinzu.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
