Liveticker Ukraine-Krieg – Weißes Haus: Moskau und Kiew bereit für Waffenstillstand in Aljoschki

23.10.2026 17:10 Uhr
17:10 Uhr
Weißes Haus: Moskau und Kiew einigen sich auf einen Waffenstillstand in Aljoschki
Wie die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf das Weiße Haus berichtet, haben sich Russland und die Ukraine auf einen Waffenstillstand in Aljoschki im Gebiet Cherson geeinigt. Der Waffenstillstand tritt am 29. Oktober in Kraft. Diese Maßnahme wurde getroffen, um humanitäre Hilfe zu leisten und die Zivilbevölkerung über einen speziellen Korridor zu evakuieren. Das Weiße Haus erklärte außerdem, dass die US‑First-Lady Melania Trump "eine unabhängige amerikanische Medienorganisation beauftragt hat, die Aktivitäten der russischen und ukrainischen Gruppen vor Ort während des gesamten Prozesses zu begleiten und zu dokumentieren".
16:48 Uhr
Medien: Russische Sabotagegruppe dringt unter dem Schutz des Nebels nach Cherson ein
Einer russischen Aufklärungs- und Sabotagegruppe sei es gelungen, den Dnjepr zu überqueren und am von den ukrainischen Streitkräften kontrollierten rechten Ufer innerhalb des Stadtgebiets von Cherson an Land zu gehen. Dies berichtet das ukrainische Portal Strana.ua unter Berufung auf lokale Telegram-Kanäle.
Nach Angaben von Journalisten fand die Operation am 22. Oktober im Stadtteil Korabel statt. An der Dnjepr-Überquerung wären Soldaten der 126. Küstenverteidigungsbrigade der russischen Streitkräfte beteiligt. Dichter Nebel und schlechte Sichtverhältnisse halfen ihnen, sich dem gegenüberliegenden Ufer zu nähern, so die Medien weiter. Ukrainischen Quellen zufolge gelang es Teilen der russischen Soldaten, die in Ufernähe gelegenen Gebäude zu erreichen. Eine offizielle Bestätigung der russischen Seite über die Details der Operation liegt bislang nicht vor.
16:11 Uhr
Frontbericht: Russische Luftabwehr schießt binnen einer Woche mehr als 5.500 Drohnen ab
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Freitag über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine vom 17. Oktober bis 23. Oktober 2026. Die russischen Streitkräfte führten drei massive und elf kombinierte Schläge durch.
Folgende Ziele wurden dabei getroffen:
- Betriebe des militärisch-industriellen Komplexes,
- Logistikzentren, Energie- und Transportinfrastrukturobjekte, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt werden,
- Produktions-, Montage- und Lagerstätten für Drohnen mittlerer und großer Reichweite,
- Lager für militärtechnische Ausrüstung.
Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Streitkräfte und ausländischer Söldner wurden ebenfalls angegriffen.
Zudem wurden Einrichtungen der ukrainischen Hafeninfrastruktur außer Betrieb gesetzt, die für die Annahme, Lagerung und Verteilung von Militärgütern eingesetzt wurden.
Im Laufe einer Woche habe das russische Militär 14 Frachtschiffe sowie ein Containerschiff getroffen, die für den Transport von Waffen, militärischer Ausrüstung und Gütern mit doppeltem Verwendungszweck für die ukrainischen Streitkräfte genutzt wurden.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 1.505 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär sieben gepanzerte Kampffahrzeuge, 124 Autos, zwei Feldartilleriegeschütze und zehn Stationen für elektronische Kampfführung.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär mehr als 1.560 Kämpfer. Zusätzlich eliminierte der Verband 19 gepanzerte Kampffahrzeuge, 130 Autos, zwölf Feldartilleriegeschütze und sieben Stationen für elektronische Kampfführung.
Im Abschnitt des Truppenverbands Süd musste das ukrainische Militär mehr als 1.275 Kämpfer einbüßen. Die russischen Einheiten haben 16 gepanzerte Kampffahrzeuge, 221 Autos, zehn Feldartilleriegeschütze und drei Stationen für elektronische Kampfführung getroffen.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte beliefen sich die Verluste des ukrainischen Militärs auf mehr als 2.405 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee neutralisierte 44 gepanzerte Kampffahrzeuge, 53 Autos, 16 Feldartilleriegeschütze und 15 Stationen für elektronische Kampfführung.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost mussten die ukrainischen Truppen einen Verlust von mehr als 1.380 Kämpfern hinnehmen. Ferner setzte das russische Militär in diesem Operationsbereich 22 gepanzerte Kampffahrzeuge, 38 Autos und zwei Feldartilleriegeschütze außer Gefecht.
Im Laufe der Woche verloren die ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr bis zu 215 Soldaten. Zudem neutralisierte der Verband vier gepanzerte Kampffahrzeuge, 127 Autos, ein Artilleriegeschütz und acht Stationen für elektronische Kampfführung.
Einheiten der Flugabwehr schossen im Laufe der Woche fünf gelenkte Bomben, drei Geschosse für HIMARS-Raketenwerfer aus US-Produktion, sieben Flamingo-Marschflugkörper und 5.593 Drohnen ab.
Die Schwarzmeerflotte hat im Schwarzen Meer fünf unbemannte Boote der ukrainischen Seestreitkräfte zerstört.
Insgesamt wurden seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 268.828 unbemannte Luftfahrzeuge, 672 Flugabwehrraketensysteme, 31.363 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.792 Mehrfachraketenwerfer, 36.794 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 75.380 militärische Spezialfahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte außer Gefecht gesetzt.
15:29 Uhr
LVR: Zwei Zivilisten sterben bei einer ukrainischen Attacke
Wie der Leiter der Region, Leonid Pasetschnik, mitteilte, kamen zwei Zivilisten ums Leben, vier weitere Personen wurden bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte auf Gemeinden der Volksrepublik Lugansk verletzt. Laut Pasechnik erlitten die Einwohner der Region Verletzungen durch Angriffe von Drohnen der ukrainischen Streitkräfte auf Last- und Personenkraftwagen in den Gemeindebezirken Belowodsk und Slawjanoserbsk, auf dem Straßenabschnitt Nowoajdar–Starobelsk sowie auf zivile Objekte in Lugansk. Der Leiter der Region schrieb in seinen sozialen Netzwerken:
"Neonazis setzen ihre Terroranschläge gegen die Zivilbevölkerung fort: Zwei Menschen sind ums Leben gekommen, vier weitere wurden verletzt."14:56 Uhr
Flugbetrieb an Moskauer Flughäfen vorübergehend eingestellt
An den Moskauer Flughäfen Wnukowo, Domodedowo, Schukowski und Scheremetjewo seien vorübergehende Einschränkungen eingeführt worden, berichtet die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija auf Max. Die Maßnahmen seien notwendig, um die Flugsicherheit zu gewährleisten.
"Es wurden vorübergehende Einschränkungen für die An- und Abflüge von Flugzeugen verhängt."
Der Betrieb der Zivilluftfahrt in der Region Moskau unterliege einer besonderen Überwachung durch das Verkehrsministerium und Rosawiazija, so die Luftfahrtbehörde.
In Scheremetjewo sei Luftalarm wegen Drohnengefahr ausgerufen worden, wie der Flughafen mitteilt. Die Evakuierung der Passagiere dauere an, hieß es.
14:33 Uhr
Russische Armee befreit binnen einer Woche zehn Ortschaften
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau habe das russische Militär im Laufe der Woche insgesamt elf Ortschaften befreit:
- Aleksejewo-Druschkowka, Dobropolje, Perwomaiskoje und Sergejewka in der Volksrepublik Donezk,
- Omelnik, Timoschewka, Tscherwonyj Jar, Mirowka, Malokaterinowka und Juljewka im Gebiet Saporoschje.
Zudem habe die russische Armee drei Siedlungen unter ihre Kontrolle gebracht:
- Palamarewka und Kowalewka im Gebiet Charkow,
- Welikomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk.
14:00 Uhr
Kiew: Dänemark hat mehr als 50.000 Einheiten Munition für F-16 geliefert
Dänemark hat "im Eilverfahren" mehr als 50.000 Schuss 20-mm-Munition für F-16-Kampfflugzeuge an Kiew geliefert. Dies teilt das ukrainische Verteidigungsministerium auf Telegram mit.
"Ukrainische Piloten setzen diese Munition bereits ein, um Jet-Drohnen abzufangen."
Die Behörde bezeichnet die F-16-Jets als "eines der wirksamsten Mittel" zur Bekämpfung von Drohnen dieser Art.
Weitere Einzelheiten zur Lieferung gab die Militärbehörde in Kiew nicht bekannt.
13:28 Uhr
Moskau und Kiew tauschen jeweils 270 Kriegsgefangene aus
Am Freitag hat Russland 270 russische Militärangehörige aus dem von Kiew kontrollierten Gebiet zurückgeholt. Im Gegenzug hat Moskau der ukrainischen Seite 270 gefangene Kämpfer übergeben. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit.
Die russischen Soldaten befinden sich derzeit in Weißrussland, wo sie medizinisch versorgt werden. Außerdem erhalten sie psychologische Hilfe. Die russische Menschenrechtsbeauftragte, Jana Lantratowa, ist auch vor Ort. Die Militärangehörigen werden demnächst zur weiteren Behandlung und Rehabilitation in medizinische Einrichtungen des russischen Verteidigungsministeriums gebracht.
Wie die Nachrichtenagentur BELTA berichtet, hat der Austausch am Grenzübergang Nowaja Guta stattgefunden.
12:56 Uhr
Costa: Geheimkanal der EU zum Kreml bleibt für Ukraine-Gespräche offen
Ein inoffizieller diplomatischer Kommunikationskanal zwischen dem Europäischen Rat und dem Kreml bleibe für die Beilegung des Konflikts in der Ukraine offen. Dies erklärte der Präsident des EU-Rates, António Costa, in einem Interview mit Rapporteur.
"Der Kanal ist offen. Russland weiß: Wenn sie tatsächlich darüber sprechen wollen, wie ein Waffenstillstand erreicht, die Zivilbevölkerung geschützt und Energieanlagen gesichert werden können, dann können sie das tun."
Costa hat die Berichte kommentiert, wonach die EU einen Gesandten für die Teilnahme an Friedensverhandlungen ernennen könnte. Eine europäische Vertretung hänge "von der Art der Gespräche" ab, betonte er.
"Bei bestimmten Arten von Gesprächen können wir einen Sondergesandten einsetzen. Wir können auch diplomatische oder politische Kanäle nutzen."
Costa fügte hinzu, dass die EU nicht die Absicht habe, die Friedensbemühungen von US-Präsident Donald Trump zu "stören" oder mit ihnen zu "konkurrieren".
12:25 Uhr
Kreml: Dreiergespräche werden im November in Abu Dhabi stattfinden

Juri Kotschetkow / Sputnik Die Gespräche in Abu Dhabi, bei denen Fragen der Sicherheit Russlands und der Ukraine erörtert werden sollen, finden in der ersten Novemberhälfte im trilateralen Format statt. Dies teilt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bei einem täglichen Briefing mit.
"Tatsächlich hat der Präsident das Thema der Verhandlungen umrissen – es geht um Sicherheitsfragen für beide Länder: für Russland und die Ukraine, sobald eine friedliche Lösung erreicht ist. Dies ist einer der sehr wichtigen Bestandteile – die Erreichung einer friedlichen Beilegung. Ohne diesen Bestandteil ist eine umfassende Lösung nicht möglich."
Bezüglich einer möglichen Beteiligung europäischer Vertreter merkte Peskow an, dass man in Zukunft nichts ausschließen könne. Derzeit gehe es jedoch um trilaterale Verhandlungen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
