Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee trifft Rüstungsbetrieb in Kiew

29.08.2026 19:17 Uhr
19:17 Uhr
Russische Armee trifft Rüstungsbetrieb in Kiew

SymbolbildJewgeni Bijatow / Sputnik Im Laufe des Tages haben die russischen Streitkräfte weiterhin Angriffe mit Kampfdrohnen auf Rüstungsbetriebe und Seehäfen der Ukraine durchgeführt, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau.
Demnach wurde ein Montagewerk der Schiffbauindustrie in Kiew getroffen, das die Montage und Wartung von ferngesteuerten Booten betrieb.
Im Hafen von Nikolajew gerieten ein Umschlagterminal und vier Depots mit militärischer Ausrüstung unter Beschuss. Außerdem wurde ein Umspannwerk im Ort Trichaty im Gebiet Nikolajew angegriffen, das den Betrieb des Hafens von Nikolajew sicherstellte.
18:36 Uhr
Weiterhin Verletzte bei ukrainischen Drohnenangriffen auf Gebiet Belgorod
Bei den ukrainischen Drohnenangriffen auf das Gebiet Belgorod sind sieben Zivilisten verletzt worden.
Laut dem regionalen Krisenstab schlug eine Drohne in ein Gewerbeobjekt im Kreis Belgorod ein. Dabei erlitten ein Mann und zwei Jugendliche im Alter von 13 bzw. 15 Jahren Verletzungen.
Im Kreis Walujki wurden drei Männer durch die Explosion einer Drohne verletzt. Darüber hinaus detonierte eine Drohne auf dem Gelände eines Wohnhauses, wobei ein Mann verwundet wurde. Alle Betroffenen erhalten medizinische Hilfe.
17:48 Uhr
Wegen Angriffe im Schwarzen Meer: Ukrainischer Botschafter in Ankara einbestellt
Das türkische Außenministerium hat den ukrainischen Botschafter in Ankara einbestellt. Laut der Nachrichtenagentur IHA besteht der Grund dafür in den Angriffen auf zwei türkische Schiffe im Schwarzen Meer.
Der Botschafter sei über die Reaktion der Türkei auf diese Angriffe informiert und darauf hingewiesen worden, dass die Sicherheit von Menschen, Eigentum, Schifffahrt und Umwelt im Schwarzen Meer gewährleistet werden soll.
Ukrainische Drohnen hatten die Schiffe am 26. und 27. August im Hafen von Tuapse attackiert. Nach Angaben der türkischen Seite wurden fünf Besatzungsmitglieder verletzt.
17:04 Uhr
Präsidentenberater in Kiew räumt Mangel an Abfangdrohnen ein
Ukrainische Hersteller haben es bislang noch nicht geschafft, Düsendrohnen zur Bekämpfung russischer unbemannter Flugzeuge zu entwickeln. Dies erklärt Sergei Beskrestnow, Technologieberater des ukrainischen Präsidenten, in einem Interview mit Radio NV.
Ihm zufolge warte Kiew seit dem Winter auf die Drohnen dieses Typs. Damals bei einem Treffen sollen viele Hersteller angekündigt haben, dass diese Drohnen bald verfügbar wären, während die Lieferfristen auf wenige Wochen geschätzt würden. Leider habe sich die Herausforderung schwieriger als erwartet erwiesen.
16:28 Uhr
Budapest unter Druck: Neue Russland-Rhetorik sorgt für Spekulationen

Ungarns neue Regierung bezeichnet Russland in Richtlinien für die UN-Vollversammlung als Bedrohung und bekennt sich zur territorialen Integrität der Ukraine. Westliche Medien werten dies als möglichen Kurswechsel Budapests.
Im Gespräch mit RT DE relativiert der Journalist Jan Mainka diese Einschätzung jedoch: An den entscheidenden Fragen – etwa der Energieversorgung, den Beziehungen zu Russland und der Ablehnung eigener Truppen in der Ukraine – habe sich wenig geändert. Der schärfere Ton gegenüber Moskau sei daher eher als Zugeständnis an Brüssel denn als grundlegende außenpolitische Wende zu verstehen.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
15:48 Uhr
Ein Toter und mehrere Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf Gebiet Saporoschje
Gouverneur Jewgeni Balizki meldet auf Telegram weitere ukrainische Attacken auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje. Der Politiker wirft den ukrainischen Streitkräften vor, gezielt friedliche Ortschaften und zivile Objekte anzugreifen. In den vergangenen 24 Stunden habe der Gegner insbesondere die Siedlung Michailowka, das Verwaltungszentrum Melitopol, die Stadt Wassiljewka, den Bezirk Tokmak und die AKW-Stadt Energodar mit Drohnen attackiert.
Der Politiker meldet ein Todesopfer. In der Nähe sei ein Mensch getötet worden, als eine ukrainische Drohne einen zivilen Lkw nahe der Siedlung Konstantinowka angegriffen habe. Bei einer Drohnenattacke auf ein ziviles Auto seien in der Nähe der Ortschaft Tscherwonogorka zwei Zivilisten verletzt worden. Bei einer ähnlichen Attacke habe ein Einwohner der Siedlung Orljanskoje Verletzungen erlitten.
Darüber hinaus berichtet Balizki über eine Attacke auf einen Kiosk in der Stadt Wassiljewka. Dabei seien vier Menschen verletzt worden. Der Gouverneur teilt auf Telegram ein Video, auf dem zu sehen ist, wie das Geschäft lichterloh brennt.
15:06 Uhr
IAEA warnt vor geringen Dieselvorräten im AKW Saporoschje
Die Stromversorgung des Kernkraftwerks Saporoschje ist nach Angaben der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) weiter sehr prekär. Das AKW sei nun seit mehr als einer Woche ohne Strom von außen und auf Notfall-Dieselgeneratoren angewiesen, teilt die Atombehörde auf der Plattform X mit. Vorübergehend habe der Dieselvorrat nur noch für zehn Tage gereicht, bevor gestern und vorgestern mehrere Dutzend Tonnen Diesel von außerhalb des Geländes geliefert worden seien, heißt es. IAEA-Chef Rafael Grossi wird mit den Worten zitiert:
"Die aktuelle Situation verdeutlicht erneut, warum eine zuverlässige externe Stromversorgung und sichere Versorgungswege für die nukleare Sicherheit und Sicherung unerlässlich sind."
Die IAEA arbeite daran, eine Zone für einen örtlich begrenzten Waffenstillstand zu etablieren, um Reparaturen an einer wichtigen Stromleitung zu ermöglichen, heißt es.
The ZNPP has been without off-site power for more than a week and is currently relying on emergency diesel generators (EDGs) to provide the electricity needed for essential nuclear safety and security functions, IAEA Director General @rafaelmgrossi said today, underlining the… pic.twitter.com/JeyydjHMr8
— IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) August 29, 2026Ohne die Wiederherstellung der externen Stromversorgung oder zusätzliche Lieferung von Diesel in naher Zukunft könnte dem AKW im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje innerhalb von etwa zehn Tagen ein vollständiger Stromausfall drohen.
Das AKW Saporoschje ist mit sechs Reaktoren das größte Kernkraftwerk Europas. Seine Reaktoren sind zwar abgeschaltet, müssen aber weiterhin gekühlt werden.
14:35 Uhr
US-Außenministerium aktualisiert Reisehinweise für Ukraine: Gefahr von Unruhen
Das US-Außenministerium rät US-Staatsbürgern weiterhin dringend davon ab, die Ukraine zu besuchen. Obwohl die Gefahrenstufe für die Ukraine infolge des Krieges die vierthöchste beibehält, hat das State Department seine Reiseempfehlungen aktualisiert. Die diplomatische Behörde in Washington sieht nun auch ein Risiko von Bürgerunruhen im osteuropäischen Land:
"Es besteht eine politische, wirtschaftliche, religiöse und/oder ethnische Instabilität, die zu Gewalt, größeren Behinderungen und/oder Sicherheitsrisiken führen kann."
Gleichzeitig bleibt die US-Botschaft in Kiew weiterhin in Betrieb. Für US-Beamte gelten jedoch Reisebeschränkungen innerhalb der Ukraine.
US Department of State: DO NOT travel to Ukraine 🤔 pic.twitter.com/wCt9U6gZUI
— Non Sibi Sed Aliis (@corRUSpondent) August 29, 202614:08 Uhr
Ohne russisches Gas: Europa kämpft um Versorgungssicherheit

Europa startet mit vergleichsweise niedrigen Gasvorräten und wachsender Unsicherheit in den Winter. Nach dem weitgehenden Verzicht auf russische Energieträger verschärfen der Konflikt im Nahen Osten, die Lage an der Straße von Hormus und der globale Wettbewerb um Flüssiggas die Versorgungslage.
RT-Korrespondent Georg Sadownitschij sprach darüber mit der früheren österreichischen Außenministerin und Leiterin des Gorki-Zentrums, Dr. Karin Kneissl. Sie warnte, Europa habe sich in neue Abhängigkeiten von den USA, dem Nahen Osten und China begeben und zugleich einen erheblichen Teil seiner früheren Liefersicherheit verloren.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
13:36 Uhr
Ukrainischer Ex-Verteidigungsminister Fjodorow wird Berater der italienischen Regierung
Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow wird Italien bei Fragen der militärischen Innovationen beraten. Fjodorows Büro zufolge wird er weiter in Kiew bleiben und von dort aus arbeiten. Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hat nach einem Treffen mit seinem Ex-Kollegen in Rom mitgeteilt, Fjodorow habe sein bereits zuvor unterbreitetes Angebot angenommen, ihn als Berater im Militärbereich zu unterstützen. Die beiden Politiker hätten sich vor allem über Drohnen, unbemannte Systeme und Luftverteidigung unterhalten.
Fjodorow bedankte sich bei Crosetto auf der Plattform X. Er wolle Italien dabei unterstützen, "moderne Technologien der Kriegsführung zu übernehmen, seinen Verteidigungssektor zu stärken und sich an neue globale sicherheitspolitische Herausforderungen anzupassen". Die Ukraine verfüge über einzigartige Erfahrungen, die das Land mit seinen Verbündeten teilen wolle. Trotz des Beraterpostens stellte Fjodorow klar:
"Gleichzeitig bleibt mein Hauptfokus unverändert: Ich setze meine Arbeit in der Ukraine an zentralen Projekten fort, die unsere Verteidigung stärken und dazu beitragen, internationale Ressourcen zu gewinnen."
Kicked off an international working trip with our team, focused on advancing our new initiatives in digitalization and defense tech.
— Mykhailo Fedorov (@FedorovMykhailo) August 28, 2026
First stop — a meeting with Italian Minister of Defense @GuidoCrosetto.
I expressed my gratitude to Guido for his personal support and for the… pic.twitter.com/EeFqvd1srOFjodorow war im Juli nach gerade einmal sechs Monaten im Amt entlassen worden. In der Folge gingen tausende Menschen in der Ukraine auf die Straße und verlangten Fjodorows Wiedereinsetzung. Anfang August forderte Fjodorow dann Wahlen in der Ukraine, was das Verhältnis zu Wladimir Selenskij weiter eintrübte.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


