Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew ordnet Zwangsevakuierung von Donbass-Gemeinden an

22.10.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:57 Uhr
Artillerie nimmt Stützpunkte ukrainischer Einheiten im Raum Saporoschje auseinander (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Artilleriesoldaten des Truppenverbands Ost im Gebiet Saporoschje im Einsatz. Wie es heißt, zerstören sie gegnerische Stützpunkte mit Selbstfahrlafetten vom Typ Giazint-S.
21:48 Uhr
Putin: Es ist unmöglich, Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen
Russlands Präsident Wladimir Putin bestätigt in einem Gespräch mit dem Journalisten Pawel Sarubin, Moskau sei zu Gesprächen mit Washington und Kiew bereit. Ziel der Verhandlungen werde sein, einen dauerhaften Frieden zu erzielen, die Sicherheit Russlands zu gewährleisten und ein Friedensabkommen abzuschließen.
"Und zwar in einer endgültigen Fassung – nicht etwa als Ergebnis einer Einstellung der Kampfhandlungen für einen kurzen Zeitraum", betont Putin.
Weitere Aussagen des russischen Staatschefs lauten wie folgt:
- Für alle ist offensichtlich geworden, dass es unmöglich ist, Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen.
- Russland wird seine Aufgaben lösen – alle Ziele der militärischen Spezialoperation werden erreicht werden.
- Für Kiew ist es unangemessen, von territorialen Verlusten zu sprechen. Die von der Ukraine verlorenen Landesteile sind nicht "ihr Territorium". Es handelt sich um die Gebiete, die historisch gesehen zu Russland gehören.
- Der Donbass ist aus historischer Sicht russisches Territorium, und seine Bewohner stimmten für die Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation.
- Russland ist auch jetzt bereit, mit der Ukraine zu verhandeln.
- Jüngste genetische Untersuchungen zeigen, dass Russen und Ukrainer ein Volk sind.
21:42 Uhr
Russischer Vizeaußenminister: Europa fürchtet Annäherung zwischen Russland und den USA
Die Aussicht auf eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Moskau und Washington stellt eine "schreckliche Bedrohung" für Europa dar. Dies erklärt der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko im Gespräch mit der russischsprachigen RT-Redaktion.
"Und dort herrscht tatsächlich Panik wegen dieser Angelegenheit", meint Gruschko.
Die europäischen Führungspolitiker müssen laut dem Diplomaten verstehen, dass die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die EU zu einem der Zentren in einer multipolaren Welt werden könne, ein normales sicherheitspolitisches Umfeld sei.
21:16 Uhr
Poljanski: Russland erhält Hinweise auf Kriegsvorbereitungen in Europa
Moskau erhält immer mehr Belege dafür, dass die Vorbereitungen Europas auf einen Krieg gegen Russland auf systemischer Ebene stattfinden. Dies erklärt der Ständige Vertreter Russlands bei der OSZE Dmitri Poljanski auf einer Sitzung am Donnerstag.
Die Ergebnisse des in der vergangenen Woche abgehaltenen EU-Gipfels zeugten von einer bewussten Haltung Brüssels, den Ukraine-Konflikt weiter in die Länge zu ziehen, meint Poljanski. Zu den wichtigsten Entscheidungen der Teilnehmer gehöre die Finanzierung des Krieges.
Anstatt einen Dialog mit Moskau über die Sicherheitsarchitektur zu führen, seien die EU-Länder lediglich bereit, untereinander neue Sanktionen gegen Russland zu vereinbaren, fügt der Diplomat hinzu.
Und weiter:
"Der Ball liegt bei Kiew und seinen europäischen Sponsoren. Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, ob sie zu Verhandlungen auf der Grundlage realistischer Positionen bereit sind, mit dem Ziel, die Krise langfristig und dauerhaft beizulegen, oder ob sie zu nichts Anderem fähig sind, als die Friedensinitiativen anderer zu sabotieren."
20:50 Uhr
Moskau: Mirowka im Gebiet Saporoschje nun unter russischer Kontrolle (Video)
Russlands Verteidigungsministerium teilt auf seinem Telegram-Kanal Aufnahmen der Ortschaft Mirowka im Raum Saporoschje, die durch den russischen Truppenverband Ost befreit wurde. Die Behörde in Moskau gab die Befreiung am Donnerstag bekannt.
20:27 Uhr
Bürgermeister: Ukraine versucht, Verkehrsverbindungen mit Energodar zu blockieren
Kiewer Kräfte verminen die Zufahrtsstraßen nach Energodar aus der Ferne und greifen Fahrzeuge vorwiegend mit FPV-Drohnen an, um den Energieversorgung zu beeinträchtigen und Verkehrsverbindungen mit der Stadt zu kappen. Dies erklärt Bürgermeister Maxim Puchow. In Energodar befindet sich das Atomkraftwerk Saporoschje.
Laut dem Beamten versucht der Gegner, die Straßen unter seine Feuerkontrolle zu bringen, die Energodar mit anderen Teilen des Gebiets, vor allem mit Melitopol, verbinden. Dabei würden Fahrzeuge angegriffen, die auf diesen Routen unterwegs seien.
Puchow führt aus:
"Die Lage bleibt für uns äußerst schwierig und angespannt. Zu der Eskalation ist ab dem 1. Mai dieses Jahres gekommen, als der Gegner die Zahl der Angriffe, die er gegen unsere zivile Infrastruktur durchführte und weiterhin durchführt, massiv steigerte."
19:52 Uhr
Kiew ordnet Zwangsevakuierung in weiten Teilen des Donbass an
Die ukrainischen Behörden erweitern die Zone der Zwangsevakuierung in den von Kiew kontrollierten Gebieten der Volksrepublik Donezk (DVR). Es geht Medienberichten zufolge um die Gemeinden Kramatorsk und Slawjansk. Neben der Stadt Slawjansk gehören zum letzteren Gebiet die Ortschaften Bylbassowka, Mirnoje und Suchanowka sowie das Dorf Torez.
19:32 Uhr
Russisches Militär setzt Angriffe auf Logistikzentren und Hafenanlagen der Ukraine fort
Russlands Streitkräfte haben am Donnerstag ihre Drohnenangriffe auf Energieanlagen fortgesetzt, die den Betrieb von Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes sowie von Logistikzentren der Ukraine gewährleisten. Zum Ziel der Angriffe wurden auch Hafenanlagen und Seeschiffe, die an der Beförderung militärischer Güter in die Ukraine beteiligt sind. Dies geht aus einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums hervor.
Laut der Behörde in Moskau wurden folgende Ziele zerstört:
- das Umspannwerk PS-330 Nowokijewskaja in der Ortschaft Chotow im Gebiet Kiew sowie das Umspannwerk PS-330 Schitomirskaja in der Stadt Schitomir;
- zwei Trockenfrachter, der Güter zur Versorgung des ukrainischen Militärs in den Hafen von Odessa und Tschernomorsk transportierten.
19:07 Uhr
Merz drängt auf europäische Vertreter bei Friedensverhandlungen
Bundeskanzler Friedrich Merz hat gefordert, die EU-Länder an den Verhandlungen von Ukraine, Russland und den USA zu beteiligen. Bei seiner Visite in Montenegro sagte der CDU-Politiker:
"Es wird ohne Europa keinen dauerhaften Frieden in der Ukraine geben."
Alle Beteiligten wüssten, dass Europa mit am Tisch sitzen müsse. Mit Blick auf eine mögliche weitere Verhandlungsrunde in Abu Dhabi sagte Merz, an dem Treffen nähmen außenpolitische Berater teil. Nach russischen Angaben soll das Treffen Mitte November in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate stattfinden.
Merz unterstrich den europäischen Anspruch, indem er auf die Gespräche in Oslo verwies, die der US-Sonderbeauftragte Steve Witkoff in den vergangenen Tagen mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij geführt hatte. Daran sei auch die Bundesregierung beteiligt gewesen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.